
VARIABLE AUSSAATMENGE
WEIZEN – BESTANDSDICHTE OPTIMIEREN

Variable Aussaatmenge für einen gleichmäßigen Winterweizenbestand
Weizen kann bestocken und passt seine Bestandesdichte an die Standortbedingungen an. Auf fruchtbaren Böden bildet er mehr Triebe, auf schwächeren Standorten ist die Bestockung oft begrenzt. Diese natürliche Unterschiede nutzen wir, um eine optimale Applikationskarte für die Aussaat zu erstellen, damit jedes Korn so effizient wie möglich eingesetzt wird.
Auf Basis satellitengestützter Produktivitätspotenzial-Daten wurde das Feld in drei Zonen eingeteilt und die Aussaatmenge an das jeweilige Wachstumspotenzial angepasst. In stärkeren Zonen wurde die Saatstärke auf 200 kg/ha reduziert, um Überbesatz zu vermeiden, während schwächere Zonen 230 kg/ha erhielten, um Bestandesdichte und Ertrag zu unterstützen. Die John-Deere-Sämaschine setzte die Saatstärken gemäß Applikationskarte exakt um und stellte so einen gleichmäßigen Bestand über das gesamte Feld sicher.

Bestockung

Lagerweizen

Krankheitsbefall (Puccinia)
Durch Produktivitätspotenzial-Daten für das jeweilige Feld lassen sich stärkere und schwächere Zonen auf Basis historischer Feldproduktivität aus den Vorjahren erkennen. In den stärkeren (grünen) Zonen, wo die Bodenfruchtbarkeit höher ist, wird die Aussaatmenge reduziert, weil Weizen durch Bestockung auch bei geringerer Saatstärke einen dichten Bestand bildet. So wird das volle Potenzial der Fläche genutzt und gleichzeitig zu dichte Bestände vermieden, die diese Bereiche anfälliger für Krankheiten oder Lager machen.
Im Gegensatz dazu wird in den schwächeren Zonen – zum Beispiel in Vorgewenden, wo die Bodenfruchtbarkeit geringer ist und häufige Überfahrten zu Verdichtung führen – die Aussaatmenge erhöht. Diese Bereiche bringen oft weniger Ertrag, daher gleicht eine höhere Saatstärke die geringere Fruchtbarkeit und den Stress durch häufiges Wenden aus und sorgt für einen ausgeglichenen Bestand im gesamten Feld.

Produktivitätspotenzial-Karte

Vorgewende
Optimierte Saatstärken sorgten für einen gleichmäßigen Bestand, eine bessere Flächennutzung und weniger Saatgutverschwendung – für eine kosteneffiziente und ertragssichere Aussaatstrategie.