
Variable Düngung
Rapsdüngung nach Auswinterung


Stickstoff nur dort, wo noch Bestand ist
Der Raps kam zwei Wochen zu spät in den Boden, der Winter fiel unter minus 30 Grad, und im Frühjahr stand in den Senken das Wasser. Im April war auf fast der Hälfte des Schlags überhaupt kein Bestand mehr.
Einen dünnen Weizenbestand kann man mit Stickstoff wieder hochpäppeln. Raps nicht. Jedes Kilogramm Dünger auf dieser ausgewinterten Fläche wäre Geld gewesen, das direkt im Boden versickert.
Also bekam die Karte zwei Zonen: volle Menge dort, wo der Raps überlebt hat, nichts dort, wo nicht. Eine Überfahrt, und der Streuer brachte die Hälfte des Stickstoffs einer Flächendüngung aus. Das sind 835 Kilogramm KAS, die er nicht streuen musste, rund 300 € zu seinem Düngerpreis, und jedes Kilogramm, das ausgebracht wurde, landete auf lebendem Bestand.
Und der Schlag, den er schon halb abgeschrieben hatte, brachte trotzdem Ertrag. Adrians hatte den Stickstoff für 1,2 t/ha kalkuliert. Gedroschen hat er 2,5 t/ha, und 2,8, wenn man nur die Fläche mit Bestand rechnet.

Die Hälfte des Düngers, gestreut nur dort, wo der Bestand noch lebte. Und der Schlag, den er fast abgeschrieben hatte, brachte 2,5 t/ha.