
In Großbritannien gehört Ackerfuchsschwanz zu den größten Unkrautproblemen im Weizen. Viele Herbizide wirken dort nicht mehr. Im Mai sieht man ihn schon vom Feldrand aus: eine Spur heller und höher als der Weizen. Wer ihn aussamen lässt, kämpft an dieser Stelle noch jahrelang mit ihm.
Ein Landwirt bei Grantham hatte solche Nester auf einem 13,4 Hektar großen Weizenschlag. Er wollte sie loswerden, bevor sie aussamen, und entschied sich für Glyphosat. In Großbritannien ist eine solche gezielte Glyphosat-Anwendung im Bestand erlaubt. Der Haken liegt auf der Hand: Glyphosat tötet auch den Weizen. Spritzt man das ganze Feld, ist die Ernte weg. Spritzt man gar nicht, gewinnt der Ackerfuchsschwanz.
Also rief er Jack Harris an.
Wer ist Jack
Jack hat sein eigenes Lohnunternehmen im Osten Englands, FieldCraft Technologies, und ist einer unserer Partner in Großbritannien. Er ist zertifizierter Berater für Pflanzenschutz und Düngung und fliegt für Landwirte mit der Drohne über ihre Felder. Auf seiner Website bringt er es auf den Punkt: Spritz das Unkraut, nicht das Feld. Seine Arbeit filmt er auch für seinen YouTube-Kanal Precision Farming Guy, und dieses Feld ist in einem seiner Videos zu sehen.

Schritt eins: Die Drohne erfasst das ganze Feld
Jack hat das ganze Feld mit einer Drohne mit guter Kamera überflogen. In etwa einer Stunde hat sie jeden Quadratmeter fotografiert, so scharf, dass einzelne Pflanzen zu erkennen sind.
Jack hat eine große Drohne genommen, eine DJI Matrice 300, aber so eine braucht man nicht. Eine kleinere Drohne wie die DJI Mavic 3M schafft dasselbe. Es kann nur etwas länger dauern.

Die Bilder hat Jack in CultiWise hochgeladen, und CultiWise hat daraus eine Karte des ganzen Feldes zusammengesetzt. Dann hat er CultiWise gezeigt, wie Ackerfuchsschwanz auf diesem Feld aussieht. Er hat ein paar Pflanzen von Hand markiert, den Rest hat CultiWise selbst gefunden.
Gefunden wurden über 76.000 Ungraspflanzen. Jede einzelne ist auf der Karte mit einem roten Kästchen markiert.

Schritt zwei: Der Landwirt entscheidet
76.000 Pflanzen sind eine Menge. Jack hat es im Video klar gesagt:
„Klar wäre es schön, den ganzen Ackerfuchsschwanz wegzubekommen. Aber dann wäre die Hälfte seines Feldes weg.”
Also sind Jack und der Landwirt die Karte gemeinsam durchgegangen. Behandelt wurden nur die dichten Nester, die am meisten Samen bilden würden. Die verstreuten Einzelpflanzen haben sie für später gelassen. Das ergab 0,58 Hektar, etwa 4 % des Feldes.
„Er kann entscheiden, was er spritzen will und was nicht. Seine Entscheidung.”
Genau dafür haben wir CultiWise gebaut. Es zeigt Ihnen, was auf dem Feld los ist. Die Entscheidung treffen Sie.

Schritt drei: Den Rest erledigt die Feldspritze
Aus diesen Nestern hat CultiWise eine Applikationskarte erstellt, also eine Datei, die die Feldspritze lesen kann. Die Spritze des Landwirts kann jede Düse einzeln schalten, und dank der Karte weiß sie genau, wann und wo. Der Fahrer ist das Feld wie gewohnt abgefahren, und die Düsen haben nur über dem Ackerfuchsschwanz geöffnet. Überall sonst blieben sie zu.
Bevor Glyphosat in den Tank kam, hat Jack die Spritze mit klarem Wasser getestet und geprüft, ob die Düsen an den richtigen Stellen schalten.
Was der Landwirt davon hat
Der Weizen in den behandelten Nestern ist mit dem Ackerfuchsschwanz abgestorben. Das war von Anfang an klar. Es waren aber nur 0,58 Hektar, etwa 4 % des Feldes. Die übrigen 12,8 Hektar blieben unberührt.
Niemand spritzt Glyphosat auf einen ganzen Weizenschlag. Der Gewinn liegt hier also nicht in geringeren Mittelkosten. Er liegt in der Ernte, die der Landwirt behalten hat, und in den Ackerfuchsschwanz-Samen, die nie in den Boden gekommen sind.
Der Landwirt möchte anonym bleiben, hat uns über Jack aber ausrichten lassen: Er ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Mehr Saatgut, wo der Ackerfuchsschwanz stand
Die Karte landet nicht im Papierkorb. Jack plant damit jetzt die Aussaatstärke für die nächste Kultur: mehr Saatgut, wo der Ackerfuchsschwanz dicht stand, damit der Bestand ihn unterdrückt, und normale Saatstärke überall sonst. Ein Drohnenflug, zwei Aufgaben erledigt.

Warum Ackerfuchsschwanz für die Drohne schwierig ist
Ackerfuchsschwanz im Weizen gehört zu den schwierigsten Aufgaben für eine Drohne. Er ist ein Gras im Getreide, von oben sehen beide fast gleich aus.
Entscheidend ist der Zeitpunkt. Jack ist Anfang Mai geflogen, als der Ackerfuchsschwanz höher und heller war als der Weizen. Wer zu früh fliegt, findet ihn im Bestand nicht.
Die meisten Unkräuter sind leichter zu finden. Auf Jacks nächstem Feld ragten Ackerkratzdisteln weit über die noch niedrige Sommergerste und waren gut zu sehen.
Lohnunternehmer beauftragen oder selbst machen
Jack ist ein Profi, der die Drohne und CultiWise in- und auswendig kennt. Und er hat nicht bei der Spritzkarte aufgehört. Aus derselben Ackerfuchsschwanz-Karte macht er schon einen Aussaatplan für die nächste Kultur und denkt damit eine Saison voraus. Wenn Sie Ergebnisse auf Ihrem eigenen Betrieb sehen wollen, holen Sie sich jemanden wie ihn, so wie dieser Landwirt.
Wenn Sie jede Saison gezielt spritzen wollen, lohnt es sich, es selbst zu machen. Sie sind von niemandem abhängig und fliegen genau an dem Tag, an dem Ihr Bestand so weit ist. Beim Ackerfuchsschwanz kommt es genau darauf an. Eine Kartierungsdrohne zu fliegen ist leichter zu lernen, als es aussieht. Fangen Sie mit einem Feld und einem leichter zu findenden Unkraut an.
Testen Sie CultiWise kostenlos auf Ihren eigenen Feldern unter portal.cultiwise.com. Wenn Sie in Großbritannien wirtschaften, können Sie sich auch direkt an Jack wenden: fieldcraft-tech.co.uk. Und wenn Sie dieses Feld von Anfang bis Ende sehen wollen, schauen Sie sich sein ganzes Video an.