Denken Sie an den Schlag, den Sie am besten kennen, und zeichnen Sie ihn aus dem Kopf. Markieren Sie die Stellen, die immer gut tragen, und dann die, die immer hinterherhinken. Zum Beispiel die nasse Ecke oder den sandigen Streifen, der als Erstes austrocknet.

Das haben Sie in einer Minute. Ihren Schlag kennen Sie ja.

Genau das ist die Ertragspotenzialkarte. Sie teilt den Schlag in Zonen, die mehr oder weniger bringen, so wie Sie es gerade gemacht haben. Nur ist sie genauer und zeigt auch die kleinen Stellen, die Sie beim Zeichnen vergessen hätten.

Handzeichnung eines Schlags mit einer Zone, die immer gut trägt, und einer Zone, die immer hinterherhinkt, über der Ertragspotenzialkarte desselben Schlags
Was Sie im Kopf haben und was die Karte weiß

Ihre Zeichnung gibt es aber nur in Ihrem Kopf. Die Karte hat genaue Grenzen. Danach passt der Düngerstreuer oder die Sämaschine die Menge während der Fahrt selbst an.

Aus Satellitenbildern vieler Jahre, sofort verfügbar

Ein einzelnes Jahr kann täuschen. In einem trockenen Frühjahr leiden die leichten Böden, in einem nassen steht das Wasser in den Senken. Nehmen Sie aber sieben bis zehn Jahre zusammen, gleichen sich die Ausreißer einzelner Jahre aus. Übrig bleibt das, was sich auf dem Schlag jedes Jahr wiederholt.

Der Satellit hat Ihre Schläge die ganze Zeit fotografiert. Mit einem Abo ist die Ertragspotenzialkarte für jeden Ihrer Schläge fertig. Sie schicken keine Daten und müssen nichts einrichten.

Satellitenbilder aus mehreren Jahren, übereinandergelegt und zu einer Ertragspotenzialkarte zusammengeführt
Satellitenbilder aus vielen Jahren in einer Karte

Aussaat: Wie viel, wissen Sie. Wo, zeigt die Karte

Ob die starken Zonen mehr oder weniger Saatgut bekommen, hängt von Kultur und Sorte ab. Weizen braucht auf gutem Boden zum Beispiel oft eine geringere Saatstärke, weil er sich bestockt und den Platz selbst füllt. Was Ihre Kultur braucht, wissen Sie. Die Karte zeigt, wo, und Sie wissen schon vor dem Kauf, wie viel Saatgut Sie bestellen müssen. Auf einem Schlag mit Hartweizen waren das 200 kg/ha in den stärkeren und 230 kg/ha in den schwächeren Zonen.

Düngung: Erst klären, warum eine Zone schwach ist

Manche Teilflächen bringen jedes Jahr wenig. Bei einer einheitlichen Gabe bekommen sie genauso viel Stickstoff wie der Rest des Schlags, aber der Bestand kann ihn dort nicht verwerten. Oft gehen so Dutzende Kilo pro Hektar durch Auswaschung oder Ausgasung verloren. Und die besten Teilflächen, die aus mehr Stickstoff mehr Ertrag machen könnten, bekommen nur die Durchschnittsmenge.

Dieselbe Stickstoffmenge einheitlich und nach Zonen ausgebracht: Bei einheitlicher Gabe geht sie in der Zone mit niedrigem Potenzial verloren, nach Zonen kommt sie dort an, wo der Bestand sie nutzt
Derselbe Stickstoff, aber dort, wo der Bestand ihn nutzt

Bevor Sie die Mengen festlegen, klären Sie, warum eine Zone schwach ist. Früh im Frühjahr holt ein dünner Bestand oft noch auf, dann lohnt es sich, den schwächeren Zonen mehr zu geben. Ist eine Zone aber schwach, weil der Boden nass, verdichtet, flachgründig oder sauer ist, hilft mehr Dünger nicht. Dort geben Sie weniger und legen es auf die starken Zonen.

Mit der Karte starten, bei Bedarf anpassen

Die Ertragspotenzialkarte ist die Grundlage. Sobald der Bestand aufgelaufen ist, zeigt ein aktuelles Satellitenbild, ob in diesem Jahr etwas anders ist. Manchmal sind es Schäden, etwa durch Frost, stehendes Wasser oder Wild. Ein andermal verändert das Wetter, wie der Schlag normalerweise aussieht.

Auf welcher Karte bauen Sie die Zonen also auf?

Nehmen Sie die Ertragspotenzialkarte, wenn noch nichts wächst, wenn der Bestand noch zu klein ist, wenn es seit Wochen kein wolkenfreies Bild gab oder wenn das Bild in diesem Jahr so aussieht wie sonst auch. Sie ist auch die sicherere Wahl, wenn der Bestand nur ein paar Tage unter Stress steht, etwa nach einer Herbizidbehandlung, und sich wieder erholt. Beim Schlag aus dem ersten Bild sieht die Aufnahme von Anfang März fast genauso aus wie die Ertragspotenzialkarte. Sie müssen also nichts ändern.

Satellitenbild desselben Schlags mit Weizen am 6. März
Derselbe Schlag mit Weizen am 6. März. Die Zonen liegen genauso wie auf der Ertragspotenzialkarte.

Nehmen Sie das aktuelle Satellitenbild, wenn sich der Schlag in diesem Jahr deutlich anders verhält und das auch so bleibt. Zum Beispiel, wenn der Bestand ungleichmäßig über den Winter gekommen ist, oder wenn es einer schwachen Zone in dieser Saison gut geht.

Probieren Sie es auf Ihren eigenen Schlägen aus

Die Karten sind in wenigen Minuten fertig. Wählen Sie die Schläge aus, die Sie behandeln wollen, zum Beispiel alle Weizenschläge. Legen Sie auf einem Schlag die durchschnittliche Menge fest, die Mengen für die übrigen Zonen berechnet CultiWise selbst. Dieselben Einstellungen übernehmen Sie dann für alle anderen Schläge. Karten ans Terminal schicken, fertig. Eine Drohne brauchen Sie nicht, und es funktioniert mit jeder Maschine, die teilflächenspezifisch ausbringen kann.

Registrieren Sie sich kostenlos auf portal.cultiwise.com und sehen Sie sich Ihre Schläge auf den neuesten Satellitenbildern an. Mit einem Abo bekommen Sie auch die Ertragspotenzialkarte.

Ihr Schlag zeigt Ihnen seit Jahren dasselbe. Jetzt können Sie es in der Praxis nutzen.